Angeln in Dänemark

7.000 Kilometer Küste, weite Strände, herrliche Landschaften, wenig Lärm – Dänemark steht für einen erholsamen Urlaub. Der deutsche Nachbar lockt jedes Jahr unzählige Touristen ins Land, die dort Ruhe und Erholung suchen. Da dort außerdem sehr gute Angelreviere liegen, zieht Dänemark immer mehr Angler an. Zurecht: Denn Angeln ist in Dänemark so etwas wie Volkssport. Von Plattfischen über Forellen (Regenbogenforellen und Meerwasserforelle), Aale, Hechte und Karpfen bis hin zum Lachs und Wolfsbarsch ist alles dabei. Die ausgedehnten Küsten und beschaulichen Gewässer bieten ideale Bedingungen für Angelfans.

Angelfans verbinden gern ihren Urlaub in Dänemark mit Angeln. (Bild: Eriknr1 / Wikipedia unter CC BY-SA 3.0)

Angelfans verbinden gern ihren Urlaub mit ihrem Hobby. (Bild: Eriknr1 / Wikipedia unter CC BY-SA 3.0)

Dänemark: Angellizenz und Angelschein

Natürlich ist das Angeln einer geregelten Ordnung unterworfen. Angellizenz und Angelkarte sind jedoch nicht immer erforderlich. Als Faustregel gilt:

  • Für das Angeln im Salzwasser benötigen Angler eine Angellizenz/Angelschein.
  • Für das Angeln in Flüssen und Seen benötigen Angler ebenfalls eine Angellizenz und dazu eine Angelkarte für das jeweilige Gewässer. Alternativ zur Angelkarte gilt auch eine Erlaubnis des Eigentümers als ausreichend, wenn das Angelrevier in Privatbesitz ist.
  • Gewässer für Put & Take (Fische werden täglich für das Angeln eingesetzt) erfordern nur ein Eintrittsgeld ohne weitere Formalien.
  • Auch Freizeitangler müssen einen Angelschein vorweisen. In Dänemark können diese entsprechende Berechtigungen erwerben.

Das Dänische Amt für Landwirtschaft und Fischerei hält Informationen zu diesem Thema bereit. Dort können Urlauber auch Angelscheine erwerben.

Angelarten in Dänemarks Revieren

Ganz oben auf der Liste der beliebtesten Angelarten steht in Dänemark das Küstenfischen. Nicht überall ist dies gleich gut möglich, denn das dänische Wattenmeer an der Westküste beispielsweise bietet nur wenig interessante Ecken.

Küstenangler fangen Meeresforellen, Plattfische, Aale und auch mal einen Wolfsbarsch. Gute Chancen auf Dorsche gibt es beim Brandungsangeln im Winter, speziell im Osten am Øresund, im Sommer warten dort eher Makrelen auf einen Köder.

Wenn der Strand zu wenig hergibt, können Angler auch ins Boot steigen. Das sogenannte Trolling-Angeln lockt mit Touren aufs Meer. Speziell in der Ostsee ist diese Art des Angelns beliebt. Idealerweise wählen die Angler eine der vielen schönen Buchten aus, dann genießen sie das Angeln auch optisch. Tipp: Für viele Lachse und Meerforellen ist Bornholm bekannt.

Ebenfalls sehr beliebt ist das Angeln in Put-&-Take-Gewässern. Je nach Gewässer können Angler dort u. a. Karpfen, Forellen und Hechte fangen.

In Flüssen gibt es ebenfalls gute Chancen auf ein ertragreiches Fischen. Speziell in den Flüssen Jütlands finden Angler Lachse und Forellen. Ein Genuss für Feinschmecker. Die Gudenå bietet mit Barschen, Rotfedern, Schleien und Zandern eine besonders große Auswahl an Fischen.

Tipp: Familienurlaub mit Angeln in Südwestjütland

Die bei Touristen sehr beliebte Südwestküste mit Römö und Fanö ist für Angler eine zweischneidige Angelegenheit. Dänemark zeigt sich hier mit hohen Sanddünen, dem Wattenmeer und erstklassigen Ferienhaussiedlungen von seiner rausten und natürlichsten, zugleich aber von seiner komfortabelsten und schönsten Seite. Angeln ist aber nicht überall möglich. Dennoch gibt es auch im gut frequentierten Südwesten interessante Ecken, sodass Angler einen ruhigen Familienurlaub mit ihrer Leidenschaft verbinden können. Unterkünfte für diese Region bieten unter anderem Portale wie romo-holidays.de oder andere Ferienhausanbieter sowie die regionalen Touristenzentren.

Beide Inseln sind für Angler weniger interessant. Die Überfahrt speziell von Römö aus ist aber unkompliziert, sodass Tagesausflüge aufs Festland kein Problem sind. Spannend für Angler ist die Region um Ribe herum. Die älteste Stadt Dänemarks wartet nicht nur mit schönen alten Fachwerkhäusern auf, sondern bietet erstklassige Angelreviere. In der Ribe Vesterau lassen sich beispielsweise kapitale Meeresforellen fangen. In dem unscheinbaren Flusslauf Brede Au bei Skaerbaeck wimmelt es ebenfalls von Forellen. Die noch kleiner wirkende Bröns Au südlich von Ribe enthält neben vielen Forellen auch Lachse von ordentlicher Größe. Die Inseln und Ribe selbst weisen zwar einige Anglerreviere aus, diese sind aber im Vergleich zu vernachlässigen. Lediglich der Put-&-Take-See auf Fanö ist noch ansprechend.

Wer einen Urlaub in Dänemark bucht und gleich hinter der Grenze an der rauen Nordseeküste eine Unterkunft findet, muss also nicht auf das Angeln verzichten. Es gibt auch hier einige erstklassige Angelstellen. In diesem Sinne: Petri Heil, für den nächsten Urlaub in Westjütland!