Dänische Geschichte

Bereits in der Steinzeit sollen in Dänemark Menschen gelebt haben. Forscher haben Spuren der Zivilisation gefunden, die etwa 70.000 Jahre alt sind. Somit gilt Dänemark als einer der ältesten Staaten Europas. Die eigentlich interessante Geschichte Dänemarks aber begann im 6. Jahrhundert.

Historische Wikingerkirche

Historische Wikingerkirche (Bild: Jens Klingebiel - Fotolia)

Die ersten Königreiche und die Wikinger

Etwa zu dieser Zeit gelangten die Vorfahren der heutigen Schweden in das Land und verdrängten die germanischen Stämme, welche bereits hier lebten. So entstanden bereits früh die ersten Königreiche Dänemarks, welche allerdings erst etwa im 10. Jahrhundert von Gorm dem Alten vereint wurden.

Bis zu jener Zeit waren die Dänen ein Seefahrervolk und eroberten weite Teile der britischen Inseln, Norwegens und Südjütlands. Die Wikinger sind wohl jedem ein Begriff – so bezeichnete man die Seefahrer sowohl aus Dänemark als auch aus Norwegen und Schweden etwa bis zum 10. Jahrhundert.

Kalmarer Union und Reformation

Bedeutend für die Geschichte Dänemarks war das 14. Jahrhundert, denn zu dieser Zeit vereinten sich Dänemark, Island, Schweden und Finnland in der Kalmarer Union – die Leitung oblag Dänemark. Bis in das 17. Jahrhundert hinein standen Auseinandersetzungen mit dem Nachbarland Schweden im Vordergrund.

Ähnlich wie in Deutschland spielten auch Reformation und Aufklärung eine bedeutende Rolle im Land Dänemark. Die napoleonische Zeit prägte ganz Europa; Dänemark blieb zunächst neutral, stellte sich aber später auf die Seite Frankreichs.

Verfassung und Französische Revolution

Seine erste Verfassung erhielt Dänemark im Jahr 1849; die konstitutionelle Monarchie stand unter dem Hause Glücksburg. Das Jahr 1915 war ein weiterer Meilenstein in der Geschichte Dänemarks, denn in diesem Jahr wurde eine demokratische Verfassung verabschiedet. In diesem Jahr wurde auch das Frauenwahlrecht eingeführt.

Im weiteren Verlauf der Geschichte spielte vor allem die Französische Revolution eine entscheidende Rolle. In deren Folge kämpften Dänemark und Deutschland um das Gebiet des Herzogtums Schleswig – Dänemark musste schließlich kapitulieren.

Es folgten die Deutsch-Dänischen Kriege, nach welchen sich Dänemark politisch weitestgehend zurückzog und sich neutral verhielt. Trotz dieser neutralen Lage und eines Nichtangriffspaktes wurde das Land während des Zweiten Weltkrieges von deutschen Truppen besetzt und war bis zum Ende des Zweiten Weltkrieges unter deutscher Kontrolle.

Politische Aktivitäten ab 1945

In den folgenden Jahren war Dänemark politisch wieder aktiver und unter anderem Gründungsmitglied sowohl der NATO als auch der UNO, des Europarates und des Nordischen Rates. Angekurbelt wurde die dänische Wirtschaft unter anderem durch den Marshallplan. 1972 bestieg Margareteden Thron, im Jahre 1973 dann trat Dänemark der Europäischen Gemeinschaft bei.

Schloss Amalienborg in Kopenhagen

Schloss Amalienborg in Kopenhagen (Bild: mezirka - Fotolia)

Das Jahr 1992 war für die Sportfreunde Dänemarks von entscheidender Bedeutung, denn in diesem Jahr gewann das Land die Fußball-Europameisterschaft.

Im Jahr 2000 schließlich entschieden die Dänen in einem Volksentscheid über eine Einführung des Euro. Die Mehrheit stimmte hier eindeutig gegen diese europäische Gemeinschaftswährung. Noch heute ist die Dänische Krone die Währung im Land.

Heute, zu Beginn des 21. Jahrhunderts, zählt Dänemark zu einem der wohlhabendsten Länder der Welt.

Alles in allem hat die Geschichte Dänemarks auch die Geschichte anderer europäischer Länder stark beeinflusst – trotz seiner geringen Größe.