Dänische Sprachfamilie

Das Dänische gehört in die germanische Sprachfamilie. Etwa 5,5 Millionen Menschen sprechen Dänisch als Muttersprache, zudem ist die Sprache sehr eng mit dem Norwegischen, Schwedischen sowie dem Isländischen und Färöischen verwandt.

Mehrere Millionen Sprecher

Die meisten Skandinavier verstehen die anderen nordischen Sprachen auch dann, wenn sie selbst diese nicht sprechen. Wortschatz und Grammatik der skandinavischen Sprachen sind sich in vielen Fällen so ähnlich, dass sich etwa ein Südschwede oder ein Norweger problemlos mit einem Dänen unterhalten kann. Das liegt daran, dass die skandinavischen Sprachen (mit Ausnahme des Finnischen) zur nordgermanischen Sprachfamilie gehören.

Aufgrund der räumlichen Nähe entwickelten sich über die Jahrhunderte große Ähnlichkeiten. Das Isländische sowie das Färöische gehören ebenfalls den nordgermanischen Sprachen an, konnten sich jedoch aufgrund der Isolierung ihre Ursprünglichkeit weitestgehend bewahren.

Heute ist es so, dass das Englische vor allem in puncto Grammatik mehr mit dem Dänischen gemein hat, als die eigentlich näher verwandten Sprachen Isländisch und Färöisch.

Karte der dänischen Dialekte

Karte der dänischen Dialekte (Bild: Zakuragi/Wikipedia/public domain)

Lernvorteile für Norddeutsche

Gerade Menschen aus dem Norddeutschen fällt es leicht, dänisch zu lernen. Viele Norddeutsche verstehen zumindest das Niederdeutsche, das mit dem Dänischen sehr eng verwandt ist. Zu Zeiten der Hanse war das Niederdeutsche in seinen Dialekten im Ostseeraum „Lingua Franca“, also Verkehrs- und Handelssprache, und hatte damit eine ähnliche Funktion wie das Englische heute.

Dementsprechend haben die skandinavischen Sprachen sehr viele Wörter, aber auch einen Teil ihrer Grammatik aus dem Niederdeutschen entlehnt. Übrigens gehört auch das Deutsche zu den germanischen Sprachen, weshalb es viele Ähnlichkeiten – vornehmlich im Wortschatz und der Lautbildung – zum Englischen, aber auch zu den skandinavischen Sprachen gibt.