Dänische Königshaus

Obwohl Dänemark als Demokratie innerhalb Europas fungiert, ist es faktisch eine konstitutionelle Monarchie. König oder Königin sind das alleinige Staatsoberhaupt, übernehmen allerdings, ähnlich dem deutschen Bundespräsidenten oder noch naheliegender der englischen Königin, eher repräsentative Aufgaben. Seit dem 15. Januar 1972 übernimmt Königin Margrethe II. diese Aufgabe in Nachfolge ihres Vaters, König Friedrich IX.

Adelsgeschlecht

Margrethe II. entstammt dem Hause Schleswig-Holstein-Sonderburg-Glücksburg, einer Nebenlinie des Hauses Oldenburg, welches außerdem den Monarchen von Norwegen stellt (bis 1974 auch den von Griechenland). Weitere prominente Mitglieder dieses Hauses sind Charles Mountbatten-Windsor (“Prinz Charles”) und Königin Sofía von Spanien.

Das Haus Oldenburg ist grundsätzlich ein norddeutsches Fürstengeschlecht, dessen Ursprünge nahe der Stadt Osnabrück liegen.

Schloss Amalienborg in Kopenhagen

Schloss Amalienborg in Kopenhagen (Bild: mezirka - Fotolia)

Thronfolge

Der unmittelbare Thronfolger, ist Kronprinz Frederik André Henrik Christian, der älteste Sohn von Königin Margrethe II. und Prinz Henrik. Nach Ableben seiner Mutter, wird dieser voraussichtlich als König Friedrich X., zusammen mit seiner Frau, der zukünftigen Königin Mary, regieren.

Die Residenz

Die Königsfamilie wohnt für gewöhnlich in der Kopenhagener Stadtresidenz “Schloss Amalienborg”. Der Bau ist größtenteils im Stil des dänischen Barock errichtet. Von den vier Palais sind zwei mit einem klassizistischen Torbau verbunden.

Monarchie und Volk

Trotz fortwährender Diskussionen über die Rolle der Monarchie, genießt Margrethe II. überwiegend hohes Ansehen in der Bevölkerung. Geschätzt wird sie besonders als Intellektuelle und Künstlerin. Allgemein ist die Kritik gegenüber dem Königshaus in Dänemark vergleichsweise milde.