Wikinger: Angst und Schrecken aus Dänemark

Denkt man an die Geschichte Dänemarks, kommen jeden ein paar raue Gesellen in den Sinn: die Wikinger, auch Normannen genannt. Ihr ursprüngliches Siedlungsgebiet liegt neben Dänemark auch im Süden Schwedens und Norwegens. In dieser Region hatten die Wikinger mit langen, kalten Wintern und einem wenig fruchtbaren Untergrund zu kämpfen.

Historische Wikingerkirche

Historische Wikingerkirche (Bild: Jens Klingebiel – Fotolia)

Ein kampfeslustiges Volk

Vielleicht entwickelten sie deswegen die Kampfeslust, wegen der sie später in ganz Europa gefürchtet wurden. Ihr Überleben sicherten die Wikinger mit Landwirtschaft sowie der Zucht von Schweinen, Ochsen und Schafen. Sie wohnten in Höfen, die meist aus Holzwänden sowie aus Dächern aus Gras oder Stroh bestanden.

Doch schon bald wurden viele Wikinger von Unternehmungslust ergriffen. Hierbei muss man zwei Gruppen unterscheiden. Einige gingen nur zeitweise auf Beutezug und führten später wieder ein gesittetes Leben. Andere wiederum verbrachten ihr ganzes Leben mit heimtückischen Überfällen, die in ganz Europa stattfanden.

Ein Wikinger kam Kolumbus zuvor

Die Zeit der Wikingerangriffe begann 793, als die englische Insel Lindisfarne überfallen wurde. In der Folge führten sie ihre Beutezüge unter anderem nach Deutschland, Frankreich, Spanien, Italien – selbst die Türkei und Russland wurden nicht verschont.

Im Jahr 1000 erreichte Leif Eriksson dann „Vinland“ und damit sogar den amerikanischen Kontinent – fast 500 Jahre vor Christoph Kolumbus. Etwa um 1050 endete dann die Zeit der Wikingerüberfälle.

Die Dänen von heute scheinen mit den rauen Gesellen von damals nicht viel gemeinsam zu haben. Eins ist jedoch geblieben: die Leidenschaft für Bier – auch wenn es damals noch ein anderes war als heute.